Verzeichnisstruktur und URLs

Auch die Struktur einer Webseite spielt für Google eine wichtige Rolle. Verstecken Sie die Informationen nicht in der 5. Ebene, sondern halten Sie die Hierarchien flach. Drei Ebenen sind ideal (wobei die Startseite Ebene 1 darstellt), denn einige Suchmaschinen brechen die Indexierung an dieser Stelle ab. Angenommen Sie haben eine Webseite zum Thema Kleider und wollen auf entsprechenden Unterseiten die verschiedenen Farben von Abendkleidern beschreiben – dann sieht eine gute Struktur beispielhaft wie folgt aus: www.ihre-domain.de/abendkleider/rote-abendkleider.html

Keywords als Bestandteil von Verzeichnissen und Dateinamen

Dabei sehen Sie nicht nur die angesprochene flache Struktur, sondern auch gleich einen weiteren wichtigen Punkt: die richtige Namensgebung der Ebenen und Seiten. Bringen Sie dort immer die entscheidenden Keywords unter und vermeiden Sie nichtssagende Dateinamen wie seite1.html. Google wird es Ihnen danken. Wenn Sie auf der Suche nach der passenden Domain etwas finden, das Ihr Haupt-Keyword beinhaltet – es kann nicht schaden, wenn dieses Bestandteil Ihres Domainnamens ist.

Entscheidend ist auch, dass Sie die verschiedenen Unterseiten intern miteinander verlinken. Dabei sollten Sie Textlinks Grafiken vorziehen. Auch hier gilt: Nutzen Sie die wichtigsten Keywords als Linktext. Sollten Grafiken, z. B. in Form von Buttons, unvermeidbar sein, versehen Sie diese mit einem alt-Tag und bringen Sie dort die Keywords unter. Ein Beispiel:

<a href="#"><img src="images/rotes_abendkleid.jpg" border="0" alt="Abendkleid in Rot"></a>

Der Text aus dem alt-Tag erscheint, wenn Sie den Mauszeiger über eine Grafik bewegen. Wird kein Text angezeigt, hat das Bild kein alt-Tag. Nutzen Sie dieses Potential und erhöhen Sie die Keyword-Relevanz Ihrer Webseite mit solch kleinen, aber wichtigen Details.

Interne und externe Verlinkungen

Wie erwähnt, ist die interne Verlinkung wichtig. Natürlich können Sie auch Links auf andere Webseiten setzen, doch damit sollten Sie es nicht übertreiben – eine Handvoll ist ok, mehr Links könnte Google als negativ werten (Stichwort „Linkfarm“).

Sollten Sie die Verzeichnisstruktur Ihrer Webseite später ändern müssen (was es zu verhindern gilt): Machen Sie sich bewusst, dass die bisherige Struktur zum einen bei Google indexiert ist und es zum anderen wahrscheinlich schon Links von externen Seiten auf Ihre Unterseiten gibt. Diese Links wären dann nichts mehr wert – es sei denn, Sie leiten die URLs Ihrer bisherigen Unterseiten per 301-Redirect zu den URLs der neuen Unterseiten um. Dazu legen Sie eine Datei namens .htaccess auf den Server und schreiben beispielhaft folgenden Code hinein:

Redirect 301 /bisheriges-verzeichnis/ http://www.ihre-domain.de/neues-verzeichnis/
Redirect 301 /bisheriges-verzeichnis/abendkleider.html http://www.ihre-domain.de/neues-verzeichnis/abendkleider.html

„301“ ist übrigens ein offizieller HTML-Statuscode, der den Crawlern mitteilt: Diese Seite ist „permanently moved“, also dauerhaft umgezogen. Die Crawler löschen die alten Dateien aus dem Index und indexieren die neue Verzeichnisstruktur. Das gilt natürlich auch, wenn Ihre Seite auf eine neue Domain umzieht.